13. Die Grippe – H5N1, H1N1, H3N2, oder was?

Grippe-Viren werden in bestimmte Gruppen eingeteilt. Die Gruppen sind mit den Buchstaben H und N und Ziffern benannt. Was bedeutet z.B. H5N1? Kann man darüber Aussagen über die Gefährlichkeit eines Grippe-Virus treffen?
Außerdem: Warum können wir jedes Jahr an der Grippe erkranken und warum schwankt die Wirksamkeit der Grippe-Impfung von Jahr zu Jahr?

Beispiel H5N1: Die Buchstaben H und N stehen für Oberflächenproteine des Grippe-Virus, wobei H für das Protein Hämagglutinin und N für das Enzym Neuraminidase steht. Das Virus enthält also das Hämagglutinin-Protein vom Typ 5 und die Neuraminidase vom Typ 1.

Verschiedene Abbildungen des Grippe-Virus

The Conversation: H1N1, H5N1, H7N9? What on earth does it all mean

Pharmazeutische Zeitung: Auf die richtigen Viren setzen

Süddeutsche Zeitung: Das Dilemma mit den Grippe-Impfungen

Deutschlandfunk: Universelle Grippe-Impfung – Einer gegen alle!

Buchtipp: “Influenza – The Quest to Cure the Deadliest Disease in History” von Jeremy Brown

11. Genetische Mischwesen – Über zweieiige Zwillinge in einem Körper

Jeder Mensch entwickelt sich aus einer befruchteten Eizelle. Alle Körperzellen stammen von dieser ersten Zelle ab, deshalb sollten alle Zellen genetisch identisch sein. Aber nicht immer: Genetische Chimären sind Menschen, die aus zwei genetisch unterschiedlichen Zellgruppen bestehen. Dieser Zustand kann unentdeckt bleiben oder aber zu großen Problemen führen.

Hinweis: In der Episode wird gesagt, dass die beiden Mütter keine genetische Ähnlichkeit mit ihren Kindern haben. Dies bezieht sich auf die Ergebnisse des Mutterschaftstests. Tatsächlich besteht eine genetische Verwandtschaft zwischen den Müttern und ihren Kindern, nur eben deutlich geringer als eigentlich erwartet.

The Scientist: From Many, One

abc NEWS: She’s Her Own Twin

Buchtipp: “She Has Her Mother’s Laugh” von Carl Zimmer

Fragen und Antworten zur Folge „Geschmackssache“ – BIOfunk nachgefragt

Chris und Jens unterhalten sich über die BIOfunk-Folge Geschmackssache – Über riechende Spermien und schmeckende Nasen. Das Gespräch dreht sich rund um Geschmacks- und Geruchsrezeptoren an erwarteten und unerwarteten Orten im menschlichen Körper.

10. Geschmackssache – Über riechende Spermien und schmeckende Nasen

Der Geschmack entsteht durch Sinneszellen im Mund und vor allem in der Nase. In diesen Sinneszellen befinden sich Rezeptorproteine, die Geschmacks- und Geruchsstoffe binden und eine Reizleitung an das Gehirn auslösen. Doch diese Rezeptorproteine finden sich nicht nur im Mund und in der Nase sondern in fast allen Körperzellen. Welche Funktionen haben sie dort?
Weitere Informationen zum Thema findest Du in der Podcast-Folge “BIOfunk nachgefragt“.

The Scientist: What Sensory Receptors Do Outside of Sense Organs

Spektrum.de: Der Körper schmeckt mit

Neue Zürcher Zeitung: Jede Körperzelle reagiert auf Duftmoleküle


Bonus-Audio: Über Geschmacksrezeptoren, Supertaster und Nontaster


7. Der Feind in uns? Was Virus-DNA im menschlichen Erbgut macht

Das menschliche Erbgut enthält ca. 100.000 DNA-Bereiche, die ursprünglich von Retroviren stammen. Diese Virus-Bereiche belegen 8 % der menschlichen DNA.
Im Podcast betrachten wir die Herkunft und die Bedeutung dieser Virus-DNA.

Pharmazeutische Zeitung: Parasiten im Genom

National Geographic: Our Inner Virus

Buchtipp: “Virolution” von Frank Ryan

Buchtipp: “Planet of Viruses” von Carl Zimmer


Bonus-Audio: Endogene Retroviren beeinflussen die Bildung des Enzyms Amylase

6. Magenbakterien gibt es nicht – oder doch? Helicobacter und das Magengeschwür

Wie zwei Wissenschaftler zeigen konnten, das Bakterien durchaus im Magen leben können und das diese Bakterien verantwortlich sind für Magengeschwüre und Magenkrebs.
Lange Zeit galten Stress und eine ungesunde Lebensweise als Auslöser von Magengeschwüren. Der Magen galt als steril, also als frei von Bakterien. Der Pathologe Robin Warren entdeckte bei Untersuchungen von Patienten mit Magengeschwüren allerdings immer wieder Bakterien in den Gewebsproben. Zusammen mit dem Mikrobiologen Barry Marshall erforschte er die Bedeutung dieses Bakteriums (Helicobacter pylori) für die Entstehung von Magengeschwüren, unter anderem mit einem riskanten Selbstversuch. Die Fachbücher mussten umgeschrieben werden …

Buchtipp: “Missing Microbes” von Martin Blaser

FAZ: Dieser Keim macht nicht nur krank

Ärzteblatt: Nobelpreis für Medizin

Discover: Interview mit Barry Marshall

2. Botox und sein kleiner Bruder – Wirkungsweise von bakteriellen Giften

Zwei der gefährlichsten Bakterien-Gifte haben mehr Gemeinsamkeiten als man denkt. Im BIOfunk betrachten wir Herkunft, Wirkungsweise und Besonderheiten der Bakterien-Gifte Botulinum-Toxin und Diphterie-Toxin.
Das Botulinum-Toxin (Botox) ist eines der stärksten Gifte überhaupt. Es wird vom Bakterium Clostridium botulinum hergestellt und in kosmetischen und medizinischen Anwendungen eingesetzt. In seltenen Fällen kann es auch schwere Lebensmittelvergiftungen verursachen.
Das Diphterie-Toxin wird vom Bakterium Corynebacterium diphteriae gebildet. Das Bakterium verursacht die Krankheit Diphterie. Besonders Kinder sind von dieser Krankheit betroffen und unbehandelt führt sie häufig zum Tod. Aufgrund einer effizienten Schutzimpfung tritt die Krankheit in Deutschland kaum noch auf. Interessanterweise kann das Bakterium C. diphteriae die Krankheit nur auslösen, wenn es selbst von einem Virus befallen ist, das das Toxin-Gen in das Bakterium überträgt.